Heute duschst du nicht mehr vor dem Tinder-Date

Heute duschst du nicht mehr vor dem Tinder-Date

Heute duschst du nicht mehr vor dem Tinder-Date

Erinnerst du dich an die Zeiten, als du dich vor dem ersten Date richtig herausgeputzt hast? Das längst vergessene Ritual, erst einmal eine Dusche zu nehmen, vielleicht sogar das Lieblingsparfüm aufzulegen und alles zu tun, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Aber hey, in der digitalen Welt von heute scheinen die Dinge anders zu laufen. Wenn ich an meine letzte Tinder-Erfahrung zurückdenke, stelle ich fest, dass man da nicht mehr so viel Wert auf die „Vorbereitung“ legt. Genau dafür habe ich diesen Artikel geschrieben, um dir von meinen neuesten Eindrücken aus der Online-Dating-Welt zu berichten.

Der digitale Dschungel des Datings

Tinder, Bumble, OkCupid – die Liste von Online-Dating-Plattformen ist lang und könnte unendlich weitergeführt werden. Es hat sich viel verändert, seit die Apps auf den Markt kamen. Die nächste Generation sucht nicht mehr nur nach romantischen Abenteuern, sondern auch nach „Interaktionen“, die oft weniger mit echtem Interesse und mehr mit Oberflächlichkeit zu tun haben. Wenn ich also sagen kann, dass man vor einem Tinder-Date nicht mehr duscht, beziehe ich mich vielerorts auf eine entblößte Ehrlichkeit, die wir oft vermeiden wollen.

Lasst uns ehrlich sein. Manchmal ist die Vorstellung, einfach im Jogginganzug und mit einem Hauch von schlechtem Gewissen zu einem ersten Date zu gehen, geradezu befreiend. Wer sagt schon, dass du für eine „Wisch-Rechts“-Erfahrung die besten Klamotten aus dem Schrank ziehen musst? Aber wie kam es dazu?

Die Zeiten ändern sich

Ich glaube, der grundlegende Wandel in unserem Dating-Verhalten hat viel mit den sozialen Medien und dem ständigen Vergleich zu tun. Wir leben in einer Welt, in der wir ständig online sind. Das bedeutet, dass wir bereits in sozialen Medien ein Bild von uns selbst erstellen – oder es zumindest versuchen. Da denkt man sich vielleicht, dass ein erstes Treffen in der „reellen“ Welt unter Umständen den Online-Zeichnungen nicht gerecht werden könnte.

Was früher eine große Sache war, wird heute oft in der „Kurzen-Match-Mentalität“ abgetan. Und so kommt es, dass man vor dem Meeting schnell mal ein paar Minuten bei Netflix verbringt, statt in die Dusche zu hüpfen.

Selbsthilfe oder Selbstverleugnung?

Das klingt für einige vielleicht nach fauler Ausrede, aber für viele ist das ein Befreiungsschlag. Manchmal hat man einfach keine Lust auf das große Drumherum. Ihr wisst schon, sich schick machen, Haare frisieren und sich stundenlang mit dem richtigen Make-up beschäftigen. Klar, es ist schön, wenn man gut aussieht, aber wer hat heutzutage schon die Zeit für so viel Aufwand?

Ich meine, wir haben schließlich auch noch ein Leben außerhalb des Datings. Arbeit, Freunde, Hobbys – all das will auch noch untergebracht werden. Und wenn ich mir die Mühe mache, beim ersten Date den strahlendsten Auftritt aller Zeiten hinzulegen, komme ich mir schon fast so vor, als würde ich auf der Bühne stehen. Wer hat das schon nötig?

Die Realität von Tinder-Dates

Was mir bei meinen bisherigen Tinder-Abenteuern aufgefallen ist, ist die Entspannung, die mit dieser neuen Art des Datings einhergeht. Viele Menschen scheinen die Anspannung der alten Schule hinter sich gelassen zu haben. Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich bei meinem ersten Date mit jemandem, den ich online kennengelernt hatte, einfach auf einen Kaffee ging – gleich nach der Arbeit! Das war es! Keine großen Erwartungen.

Natürlich kam es auch vor, dass das Date völlig anders verlief, als geplant. Zum Beispiel gab es ein Treffen, bei dem ich zwar geduscht hatte, meine „Date-Persönlichkeit“ aber nicht ganz so gut ankam. In einem schlichten T-Shirt und Chucks fühlte ich mich einfach wohl. Immerhin wollte ich doch nicht wie ein Model aussehen, oder? Insofern – der müffelnde Geschmack eines „Komm, egal“-Einstellungsformats kam gar nicht so schlecht an.

Wann ist die richtige Zeit, sich vorzubereiten?

Ich bin jedoch der Meinung, dass es manchmal ganz gut ist, sich eine kleine „Kochsession“ vor dem Date zu gönnen. Es hängt einfach von der Situation ab. Wenn es ein wichtiges Date ist – vielleicht mit jemandem, den du schon lange im Auge hast – dann … nun ja, vielleicht doch besser duschen! Aber andersrum: Bei einem unverbindlichen Treffen kannst du dir genauso gut ein paar Snacks schnappen und dir dazu eine ungezwungene Atmosphäre schaffen.

Ich finde, der Schlüssel liegt in der Einstellung. Wenn du dich wohl fühlst und nicht zu viel Druck auf dich selbst ausübst, machst du deinen Gegenüber keine unangenehme Situation. Schließlich sind wir alle nur Menschen und wollen uns echt begegnen.

Duscheritis: Woher kommt sie?

Die meisten von uns sind es gewohnt, sich auf den ersten Eindruck zu konzentrieren. Das führt manchmal dazu, dass wir zu sehr auf Äußerlichkeiten fixiert sind. Aber woher kommt diese „Duscheritis“ im Dating? Ist das nicht irgendwie eine gesellschaftliche Erwartung? Es ist schon verrückt, dass viele Menschen denken, sie müssten sich für einen anderen Menschen verstellen.

Ich würde sagen, es geht darum, andere Menschen zu beeindrucken. Aber wieso nicht einfach mal schauen, ob du bei einem Date einfach der Mensch bist, der du bist? Stattdessen können wir alles ein bisschen lockerer angehen. Vielleicht ziehst du dir einfach eine bequeme Jeans und ein cooles T-Shirt an und lässt das rasierte Gesicht und den frischen Duft einfach mal weg.

Das Fazit: Am Ende zählt das Herz

Ich möchte den Gedanken beenden, dass die Welt schnelllebig ist, und das gilt auch für die Dating-Welt. Wenn Anspannung herrscht, geht oft der eigentliche Spaß verloren. Der Druck, perfekt für ein erstes Date erscheinen zu müssen, kann zur Unsicherheit führen. Ich bin der Meinung, dass etwas Authentizität und echte Begegnung viel mehr wert sind als der alles entscheidende Duft des Parfüms oder die anderen oberflächlichen Dinge. Und hey, du bist nicht allein, wenn du vor einem Date nicht duschst!

Also, beim nächsten Mal, wenn du dich auf ein Date vorbereitest, frag dich: „Muss ich wirklich duschen?“ Manchmal reicht es, einfach du selbst zu sein und in eine lockere Atmosphäre einzutauchen. Am Ende zählen doch die kleinen Momente, das Lachen und der Blick in die Augen – nicht, ob du frisch geduscht bist oder nicht.

Prost auf die entspannte Dating-Welt und darauf, dass du beim nächsten Mal vielleicht einfach in der Jogginghose ins Café gehst!

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